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Verkehr und Mobilität

Die Mobilität der Oldenburger ist ein Motor unserer Lebensqualität und macht Oldenburg zu einem attraktiven Standort für Familien, Unternehmen und Besucher. Sie verbindet Stadtteile, schafft Chancen und stärkt unsere Wirtschaft. Die CDU setzt auf eine gleichberechtigte Mobilität, in der Fußgänger, Rad, Auto, Bus und Bahn sich sinnvoll ergänzen. Jeder Weg zählt – ob zur Arbeit, Schule oder Einkäufe.

Wir sind offen für Innovationen: Carsharing, E-Mobilität und neue Bahnhaltepunkte sollen den Alltag erleichtern und moderne Lösungen bieten. Sicherheit, Barrierefreiheit und Teilhabe stehen im Vordergrund – für Jung und Alt, Familien mit Kinderwagen und Menschen mit Behinderungen. Breite Wege, sichere Überwege und gut ausgeleuchtete Straßen sind für uns selbstverständlich.

Oldenburg wächst und mit ihm der Verkehr: Die gute Erreichbarkeit unserer Innenstadt ist essenziell für ihren wirtschaftlichen Erfolg. Unsere Straßen erlauben kaum weiteren Ausbau für mehr PKWs. Langfristig können wir bei weiterem Wachstum die Erreichbarkeit nur sichern, indem wir den PKW-Verkehr im Innenstadtbereich reduzieren. Wir balancieren intermodale Fortbewegung in Oldenburg, damit jeder mit dem passenden Verkehrsmittel gut und pünktlich and Ziel kommt.

Dabei muss Mobilität bezahlbar bleiben – ob mit dem eigenen Auto, dem Fahrrad oder dem ÖPNV. Wir halten Ticketpreise stabil, fördern faire Parkgebühren und investieren in ein stabiles und alltagstaugliches Bus- und Bahnnetz.

Sämtliche Maßnahmen im Bereich Verkehr & Mobilität sollen dabei transparent und öffentlichkeitswirksam begleitet werden, um unseren Bürgern den konkreten Nutzen, ob Zeitersparnis, Kostenersparnis, Sicherheit oder ein besseres City-Erlebnis, näher zu bringen.

Fußgänger

Fußgänger sind das Herz unserer Stadt: Sie schlendern durch die Innenstadt, bringen Leben in die Straßen, besuchen Märkte und genießen Oldenburgs Charme. Ob Familien mit Kinderwagen, Senioren auf dem Weg zum Einkaufen oder Menschen mit Rollstuhl – jeder muss sich sicher und willkommen fühlen. Die CDU macht Oldenburg zur echten Fußgängerstadt: Barrierefrei, inklusiv und lebenswert für alle Generationen. Wir priorisieren Teilhabe und Sicherheit, damit Spaziergänge zur Freude werden und nicht zur Qual. Dabei soll Oldenburg auch zur Stadt der kurzen Wege werden und alles für den täglichen Bedarf fußläufig erreichbar sein.

Sicherheit an Übergängen und Ampeln geht vor: Wir erweitern akustische Signale an allen Ampelübergängen, damit Blinde und Sehbehinderte sicher unterwegs sind. Neue Zebrastreifen kommen hinzu, bestehende verbessern wir flächendeckend – klar markiert und gut beleuchtet. An Fußgängerampeln schaffen wir ausreichend lange Grünphasen: Genug Zeit für Kinder, Ältere oder Eltern mit Wagen, ohne Stress.

Gehwege top in Schuss halten: Gefährliche Stolperfallen und unebene Platten sind ein No-Go. Wir setzen auf schnellere Instandsetzung: Innerhalb von Tagen nach Meldung reparieren, nicht Monate warten lassen. Regelmäßige Kontrollen sorgen dafür, dass Wege eben und rutschfest bleiben – besonders im Winter bei Eis und Schnee. So vermeiden wir Unfälle und machen die Stadt für alle zugänglich.

Breitere Gehwege für Begegnungen: Wo möglich, erweitern wir Gehwege auf 1,80 Meter Breite, damit zwei Rollstühle oder eine Familie mit Kinderwagen sich problemlos begegnen können. Bei Engpässen – wie in engen Straßen – bauen wir kurze, verbreiterte Abschnitte alle 25 bis 50 Meter ein. Praktisch und machbar, mit oft nur vereinzelt wegfallenden Parkplätzen. Das fördert Barrierefreiheit und lädt zum Bummeln ein.

Attraktive Projekte für mehr Lebensqualität: Wir setzen uns für eine Fußgängerbrücke von der Hafenpromenade zur neuen Promenade „Am Rundtörn“ ein. Sie verbindet die innenstadtnahen Areale, wertet die Gegend auf und schafft neue Wege für Spaziergänger und Jogger. Die neue Brücke spart knapp einen Kilometer Fußweg und stärkt die Anbindung Osternburgs an den Hafen und den Bahnhof. Die Brücke wäre außerdem ein touristisches Highlight, lockt Besucher an und belebt Cafés und Geschäfte.

Mit diesen Maßnahmen wird Oldenburg zur Stadt, in der man gerne zu Fuß unterwegs ist: Sicher für Kinder, bequem für Ältere, barrierefrei für alle. Fußgängerfreundlich heißt für uns: Eine Stadt, die atmet und einlädt!

Fahrrad, E-Bikes und E-Scooter

Oldenburg war lange eine der besten Fahrradstädte Deutschlands – frische Luft, kurze Wege und Bewegung im Alltag. Doch in letzter Zeit hat sich der Ruf verschlechtert: Zu viele Schlaglöcher, unsichere Kreuzungen und Diebstähle oder Vandalismus machen Radfahren unattraktiv. Die CDU möchte den alten Ruf zurückholen! Jeder Oldenburger soll wieder gerne mit dem Fahrrad durch die Stadt kommen – sicher, bequem und wetterunabhängig. Wir setzen auf Maß & Mitte: Praktische Maßnahmen, die alle Verkehrsteilnehmer fair berücksichtigen.

Sicherheit und Barrierefreiheit geht vor: Radwege müssen in gutem Zustand sein, um die Unfallgefahr zu senken und Barrierefreiheit zu garantieren. Bei jedem Neubau oder größeren Sanierung asphaltieren wir Radwege glatt. Wo vom Platz möglich herrscht klare bauliche Trennung: Fußgänger, Radfahrer und Autos existieren so sicher nebeneinander. Dringend Handlungsbedarf besteht an Bordsteinkanten und Kreuzungen im Stadtgebiet, wo Stolperfallen lauern. Auch der Rad- und Fußweg an der Alexanderstraße muss dringend saniert werden und stellt teilweise ein Risiko für die Verkehrssicherheit dar. Diese wollen wir zeitnah beseitigen. Negativbeispiele wie die misslungene „Protected Bike Lane“ an der Nadorster Straße zeigen dagegen: Schlecht geplante Umsetzung an den Bedürfnissen der Radfahrer und Anwohner vorbei hilft niemandem.

Besonders Kinder und Schüler verdienen Schutz: Wir unterstützen Pilotprojekte für Schulstraßen, wie an der Junkerstraße, um den Weg zur Schule sicherer zu machen. Wichtig ist uns dabei, dass Kosten für Ausnahmegenehmigungen der Anwohner nicht auf diese umgelegt werden – das senkt nur die Akzeptanz. Wir unterstützen punktuell Tempo 30 an nachgewiesenen Unfallschwerpunkten, immer mit klarer Sicherheitsbegründung, nicht als grüne Ideologie.

Auch im Herbst und Winter muss Radfahren Spaß machen und sicher möglich sein: Wir setzen uns dafür ein, dass die Straßenreinigung Radwege priorisiert im Herbst von Laub und im Winter von Schnee und Eis befreit. So bleibt das Risiko niedrig und Radfahren bei jedem Wetter attraktiv. Kein Radler soll durch Glätte oder nasse Blätter abgeschreckt werden.

E-Bikes leisten insbesondere älteren Menschen einen wichtigen Beitrag zu Mobilität, Selbstständigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe. Gleichzeitig steigt mit der zunehmenden Nutzung auch das Unfallrisiko. Deshalb wollen wir präventive Maßnahmen stärken, etwa durch freiwillige Schulungsangebote und Kooperationen mit Verkehrsverbänden wie dem ADFC. So können Unsicherheiten im Umgang mit E-Bikes reduziert und schwere Unfälle vermieden werden.

Auch Fahrradstraßen unterstützen wir generell, wenn nicht in direkter Nähe schon gut ausgebaute Radwege vorhanden sind. Wir lehnen allerdings pauschalisierte Forderungen nach „Anlieger frei“ auf neuen Fahrradstraßen ab, gerade wenn dann wie z.B. beim Herrenweg Anwohner von Nebenstraßen massive Umwege mit ihren Autos fahren müssten. Der Mobilitätsplan muss hier dringend nachgebessert werden.

Fahrradparken modern und großzügig ausbauen: Moderne Fahrradparkhäuser mit hoher Kapazität sollen am Hauptbahnhof, am Lappan und an P+R-Stationen entstehen – kameraüberwacht, mit E-Bike-Ladestationen und Reparaturmöglichkeiten. Parken dort muss sehr günstig oder sogar kostenlos sein, um die Nutzung zu fördern. Auch wollen wir mehr stabile Bügel an allen Fahrradabstellplätzen errichten, damit hochwertige Räder sicher angeschlossen werden können.

Andererseits gehen wir gegen das Wildparken von Fahrrädern und e-Scootern vor: Mit Kampagnen sensibilisieren wir, mit Sanktionen oder dem Einsammeln von Rädern greifen wir durch. Für e-Scooter fordern wir feste Parkzonen im gesamten Stadtgebiet und ein Abstellverbot außerhalb dieser. So bleiben Fußwege barrierefrei und unsere Stadt aufgeräumt und einladend. Falsch abgestellte e-Scooter gefährden insbesondere auf Geh- und Radwegen die Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit. Deshalb wollen wir bestehende Regeln konsequent durchsetzen und die Anbieter stärker in die Verantwortung nehmen.

Fahrradtourismus fördern: Oldenburg und das Umland sind beliebte Regionen für Fahrradtourismus, Naherholung und Freizeitradverkehr. Die CDU setzt sich für den Bau von Radlerhütten, insbesondere an den Fahrradknotenpunkten in den Außenbereichen unserer Stadtbezirke ein.

Diese Radlerhütten sollen Radfahrern die Möglichkeit bieten, kurze Pausen wettergeschützt einzulegen, sich auszuruhen und gleichzeitig mehr über Oldenburg, die Stadtteile, die Region und die jeweiligen Tourabschnitte zu erfahren. Dazu gehören überdachte Sitzmöglichkeiten, Fahrradabstellanlagen, Wasserspender, Informations- und Orientierungstafeln sowie – wo sinnvoll – Reparaturstationen, Luftpumpen oder Ladepunkte für E-Bikes.

Die Standorte sollen bewusst auch genutzt werden, um auf Sehenswürdigkeiten, Gastronomie, regionale Angebote und touristische Ziele aufmerksam zu machen. Damit stärken wir nicht nur die Aufenthaltsqualität für Radfahrer, sondern fördern zugleich Fahrradtourismus, Naherholung und die Attraktivität Oldenburgs als fahrradfreundliche Stadt und Region.

Auto

Das Auto bleibt für viele Oldenburger das Rückgrat der Mobilität – flexibel, zuverlässig und unverzichtbar für Familie, Beruf und Freizeit. Die CDU managt den Autoverkehr klug und bürgernah: Wir bauen aus, wo es Sinn macht und drangsalieren niemanden. Als Bürger haben Autofahrer genau so ein Anrecht auf gut funktionierende Infrastruktur wie andere Verkehrsteilnehmer.

E-Mobilität voranbringen: Wir erweitern die Ladeinfrastruktur mit AC-Ladepunkten auf allen städtisch bewirtschafteten Parkflächen. E-Autos parken beim Laden kostenfrei – so machen wir den Umstieg attraktiv und unterstützen den Klimaschutz.

Parkraum intelligent verwalten, nicht vernichten: Kein flächiger Abbau von Stellplätzen, sondern fundierte Analysen vor jeder Umwidmung. Im Gegensatz zu SPD und Grünen halten wir Parkgebühren moderat: Maximal 2 € pro Stunde in Parkzone 1, teilweise Erhöhungen rückgängig machen. Eine moderne Park-App sorgt für minutengenaue Abrechnung und Digitalisierung von „Parken Plus“: Bei Einkäufen im Einzelhandel gibt’s Rabatte – z. B. 30 Minuten gratis pro 100 € Umsatz. Flächendeckend soll ebenfalls kostenloses Kurzzeitparken über die „Brötchentaste“ ermöglicht werden, um Bäckereien, Apotheken und weitere Geschäfte auch für aufs Auto angewiesene Personen bezahlbar erreichbar zu halten. Bei der maroden CCO-Tiefgarage prüfen wir günstige Alternativen oder einen kosteneffizienten Umbau.

Städtische Parkeinnahmen nutzen wir zweckgebunden zur Verbesserung von ÖPNV und Radinfrastruktur. Dabei bauen wir Fahrradstellplätze und Anbindungen an Bus- und Bahnnetz aus.

Gegen private Park-Abzocker im Stadtgebiet setzen wir uns mit Supermärkten und anderen Nutzern privater Parkraumbewirtschaftung zusammen. Rechtlich fragliche Vertragsstrafen fürs Überfahren eines Platzes wie z. B. beim LIDL-Markt in der Cloppenburger Straße 405 belasten Bürger unnötig, und viele dieser Parkflächen könnten sinnvoll außerhalt der Ladenöffnungszeiten verwendet werden

Anwohnerparken bezahlbar halten: Wir wollen die Preise begrenzen und Status quo einfrieren – die Belastung für Bürger ist hoch genug. Die Wohnungskosten in Oldenburg sind bereits hoch und Stellplätze auf dem Grundstück gerade innenstadtnah rar und teuer.

Autoverkehr entlasten: Die Entlastungsstraße Fliegerhorst fordern wir schnell umzusetzen, um Verkehr und Anwohner zu entlasten. Das neue Quartier Fliegerhorst muss multimodal mit allen Verkehrsmitteln gut angebunden sein.

Die Pferdemarkt-Planung muss grundlegend überarbeitet werden! Insbesondere die im Rahmenplan vorgesehene Umgestaltung der Verkehrsführung sehen wir kritisch. Dazu zählen die Aufgabe der heutigen kreisverkehrsartigen Verkehrsführung, die Verlagerung und Neuordnung der Hauptverkehrsachsen im Bereich Donnerschweer Straße und Ziegelhofstraße sowie die damit verbundene Konzentration auf kompaktere Knotenpunkte und veränderte Fahrbahnquerschnitte. Wir bezweifeln, dass diese Eingriffe ohne negative Auswirkungen auf den Verkehrsfluss und die Leistungsfähigkeit für den motorisierten Verkehr umgesetzt werden können. Gleichzeitig erkennen wir an, dass die Weiterentwicklung der nördlichen Innenstadt grundsätzlich notwendig ist. Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Radverkehrs sowie zur Reduzierung versiegelter Flächen können dabei sinnvolle Bestandteile sein und werden von uns inhaltlich unterstützt, sofern sie ausgewogen und verhältnismäßig ausgestaltet sind. Entscheidend ist für uns eine Lösung, die alle Verkehrsarten angemessen berücksichtigt und finanzielle Prioritäten verantwortungsvoll setzt.

Die Cäcilienbrücke muss so schnell wie möglich gebaut werden: Die Hinhaltetaktik des Bundes und seiner Verwaltungen ist nicht länger hinnehmbar. Nach ihrer Fertigstellung ist sie auch wieder für den gesamten Verkehr freizugeben. Nur so kann das Verkehrschaos in Osternburg entlastet werden und bei zukünftig anstehenden Brückensanierungen eine alternative Route ermöglicht werden. Mit dynamischer Ampelsteuerung wollen wir grüne Wellen und besser fließenden Verkehr zu Stoßzeiten ermöglichen. Tempo-30 auf Hauptverkehrsstraßen und vor allem den Flickenteppich aus wechselnden Geschwindigkeitsbegrenzungen lehnen wir strikt ab. Stattdessen soll der Verkehr vor allem durch grüne Wellen verstetigt werden, um lärmintensive Beschleunigung zu vermeiden und die Geschwindigkeitsbegrenzung durch Blitzer durchgesetzt werden. Weitere Lärmreduktion wollen wir durch fortlaufende Verschiebung des Modal Split und gut instandgehaltene Straßen zur Vermeidung von Schlagloch-Lärm anstelle von Tempo 30 erreichen.

Car-Sharing für weniger Autos in der Stadt: Mit einem guten Car-Sharing-Angebot in Oldenburg können Gelegenheitsnutzer auf ein eigenes Auto verzichten und somit viel Geld und Parkraum sparen. Wir unterstützen den Ausbau von Car-Sharing mit sinnvoller Platzierung der Sharing-Stationen im Stadtgebiet. Städtische Förderung koppeln wir an Elektro-Auto-Quoten in den Flotten, um die Klimaneutralität zu fördern.

ÖPNV

Der ÖPNV ist ein wichtiger Bestandsteil der urbanen Mobilität: Ein gut funktionierender öffentlicher Nahverkehr entlastet die Straßen, reduziert die CO2- Emissionen und bringt alle sicher und schnell an ihr Ziel. Der Oldenburger Busverkehr allein erfüllt diese Ziele aber aktuell bei weitem nicht. Deshalb muss nicht nur der Busverkehr verbessert werden, es braucht auch mehr Bahnhaltepunkte und ein dichteres S-Bahn-Netz.

Moderner ÖPNV für Oldenburg: Wir erachten die in den letzten Jahren getroffenen Maßnahmen für bessere stadtteilverbindende Buslinien für nicht ausreichend und wollen weitere Verbesserungen an der Linienstruktur vornehmen. Dazu gehören weitere Tangentiallinien und Ringlinien über die Stadtautobahn. Für die bessere Anbindung des Hauptbahnhofs gerade aus dem Stadtsüden sollen außerdem einige Linien nicht mehr komplett die Innenstadt umrunden. Zusammen mit erhöhten Taktungen, mehr Busse mit erhöhten Beförderungskapazitäten zu Stoßzeiten und veränderten Streckenführungen soll so die Attraktivität der Busse erhöht werden, ohne die Verkehrssituation in der Innenstadt weiter zu belasten.

Als ergänzende Maßnahme in der Nacht und zu Randzeiten sollen Nacht-Rufbusse bzw. On-Demand-Shuttles geprüft werden.

Ein attraktiver und einfacher ÖPNV braucht moderne und faire Tarife: Mit einer Tarif- Innovation wollen wir die Benutzung des ÖPNV zusätzlich attraktiver gestalten und Einstiegszeiten verkürzen. Dafür wollen wir, dass bei Verwendung eines BOB-Tickets nicht nur eine Tagesbestpreis-Berechnung stattfindet, sondern zusätzlich die monatlichen Kosten auf den Preis des Deutschland-Tickets gedeckelt sind. Außerdem wollen wir bei Kartenzahlung im Bus ebenfalls eine Tagesbestpreis-Berechnung einführen und dafür in Kooperation mit dem VBN ein Tap-In-Tap-Out-System wie in anderen Großstädten (Amsterdam, London, uvm.) einführen. Wir unterstützen ausdrücklich den kostenlosen ÖPNV im Stadtgebiet an Samstagen und verkaufsoffenen Sonntagen und wollen diesen weiter fortsetzen, aber aktuell nicht ausbauen.

Das Schienennetz besser nutzen: In der Vergangenheit gab es in Oldenburg bereits weitere Bahnhaltepunkte. Wir wollen wieder Stadtteilbahnhöfe einführen, um mit schienenbasiertem Nahverkehr die Straßen und die Busse zu entlasten. Dafür wollen wir Bahnhaltepunkte in Ofenerdiek, Krusenbusch und an der 91er-Straße errichten und weitere Bahnhaltepunkte prüfen lassen. In enger Absprache mit Nachbargemeinden wollen wir so ein attraktives S-Bahn-Netz aufbauen bzw. das bestehende Regio-S-Bahn-Netz attraktiver für Pendler und Besucher gestalten.

Für resilientere und flexiblere, umweltschonende Bahn-Infrastruktur fordern wir außerdem die Elektrifizierung der Strecke Oldenburg-Osnabrück und der Abbiegestrecke von Osnabrück nach Bremen.

Die CDU setzt sich außerdem für den schnellen Neubau einer festen Eisenbahnbrücke für die bestehende, marode Klappbrücke ein. Diese soll zukunftsfähig mit drei Gleisen gebaut werden und einen modernen, breiten Rad- und Fußweg beinhalten. Ein Anfahrt- Schutz mit vorgelagerten Stahlträgern soll geprüft werden. Im Zuge dieser Umbauarbeiten fordern wir ebenfalls, die ebenerdigen Bahnübergänge an der Stedinger Straße durch eine Hochlegung der Bahnstrecke und Tieflegung der Straße zu ersetzen, um den Verkehr dort flüssig fließen zu lassen.

Bus und Bahn zusammen denken: Die Bustaktung in Oldenburg muss besser an die Bahnfahrpläne angepasst werden. Es muss möglich sein, den ersten Fernzug des Tages aus allen Stadtteilen mit dem Bus zu erreichen und nach dem letzten Fernzug noch wieder nach Hause zu kommen. Neu errichtete Bahnhaltepunkte sollen ebenfalls passend zu den Zugabfahrten angefahren werden und die Möglichkeiten der Streckenanpassungen der Busse durch direkten Transport der Fahrgäste in die Stadtteile per Bahn genutzt werden. Hiermit sind dann weitere Buslinien denkbar, die niemals in die Innenstadt fahren müssen.

Uber und Co. als Taxi-Alternativen: Die CDU setzt sich generell für eine Marktliberalisierung im Personenverkehr ein und unterstützt eine Erleichterung der Vorschriften für Dienste wie Uber, wie z.B. die Lockerung der Ortskenntnisprüfungen für Fahrer. Wir drängen auf technologiefreundliche, wettbewerbsfähige und weniger regulierte Mobilitätsoptionen, die darauf abzielen, digitale Plattformen in den traditionellen Taximarkt zu integrieren. Personen zu fairen Preisen zu jeder Tageszeit sicher und schnell an ihr Ziel zu bringen hat dabei die höchste Priorität, gerade mit Blick auf die Notwendigkeit dieser Beförderungsdienste für in der Mobilität eingeschränkten Personengruppen.

Intermodalität

Intermodalität für uns bedeutet in Oldenburg, alle Verkehrsmittel nahtlos verknüpfen – Fahrräder, Autos, Busse, Bahnen. Indem wir an sinnvollen Knotenpunkten Übergangsmöglichkeiten bieten, entlasten wir die Innenstadt, schonen das Klima und machen Oldenburg erreichbar für alle. Die CDU setzt auf gut integrierte P+R-Konzepte, die für Pendler, Familien und Besucher funktionieren.

Park & Ride & Bike – Vorbild für Klimaschutz und Erreichbarkeit: Pendler und Besucher sollen bequem umsteigen. Parken am Rand, dann rein mit Bus Bahn, oder Rad. Vorbild ist Groningen: Große P+R-Flächen außerhalb mit schnellen Shuttlebussen. Pro Autobahn entsteht eine große neue P+R-Station an den Stadtgrenzen – mit Parkticket inklusive Transfer in die Innenstadt und zurück. Dabei ist eine hohe Taktung der Busse (mindestens alle 10 Minuten) für die Akzeptanz wichtig. Nach Einführung neuer Bahnhaltepunkte wollen wir mit umliegenden Gemeinden für P+R-Plätze an Umland- Bahnhöfen kooperieren. Danach kommen Besucher mit den S-Bahnen schnell an ihr gewünschtes Ziel in der Stadt.

Für die Bahnbrücke am Pferdemarkt setzen wir auf eine zügige Erneuerung ohne Damm- Lösung: Die Bahnüberquerung am Pferdemarkt ist ein zentraler Bestandteil der Oldenburger Verkehrsinfrastruktur und von erheblicher Bedeutung für die Leistungsfähigkeit des gesamten innerstädtischen Verkehrsnetzes. Wir setzen uns für eine zügige und verlässliche Erneuerung der Brücke im Rahmen der Planungen der Deutschen Bahn ein. Eine Lösung in Form eines Damms lehnen wir ab. Dieser würde erhebliche städtebauliche und verkehrliche Nachteile verursachen und die Entwicklungsfähigkeit der nördlichen Innenstadt dauerhaft einschränken. Angesichts der langen Planungs- und Realisierungszeiträume ist es entscheidend, Verzögerungen im Verfahren zu vermeiden. Die Erfahrungen aus anderen Infrastrukturprojekten, insbesondere der Cäcilienbrücke, zeigen deutlich, welche negativen Folgen lange Verzögerungen für Verkehr, Stadtentwicklung und Kostenentwicklung haben können. Daher ist eine konsequente, frühzeitige und verbindliche Umsetzung der Umbaumaßnahmen sicherzustellen.

Wir hängen Krusenbusch nicht ab: Die marode, nicht barrierefreie Bahnquerung muss weg! Wir fordern den umgehenden Baustart einer alternativen Lösung in Form eines Tunnels oder einer Brücke für Fußgänger und Radfahrer. Das sichert den schnellen, sicheren Schulweg für Hunderte Kinder aus Krusenbusch – weniger Elterntaxis, weniger Staus und mehr Unabhängigkeit.

Verkehrsprojekte müssen pragmatisch umgesetzt werden: Beispiele, wie das Radfahr-Verbot über der Hunte-Behelfsbrücke zeigen die Absurditäten vieler verkehrsplanerischen Prozesse. Schon kleinste Abweichungen vom Soll führen zu einer Blockadehaltung und realitätsfernen Maßnahmen. Stadt- und Verkehrsplanung müssen wieder dem Bürger helfen, sich gut fortbewegen zu können. Dafür muss die Stadt zum Teil auch aktiv Einfluss auf Landes- und Bundespolitik, z.B. über den Städtetag, nehmen und den Abbau von Überregulierung fordern.

Finanzierung und Priorisierung

Eine zukunftsfähige Mobilität braucht kluge Finanzen: Keine leeren Versprechen, sondern machbare Pläne mit klarer Priorisierung. Die CDU schafft einen Mobilitätsfonds, der alle Einnahmen bündelt und zweckgebunden einsetzt. So entsteht Transparenz, Effizienz und echte Verbesserungen – ohne neue Steuern oder Schuldenberge. Unser Motto: Jeden Euro so produktiv wie möglich einsetzen!

Der Mobilitätsfonds im Detail: Alle Parkraumerlöse fließen direkt hier rein, ergänzt durch Fördermittel aus Bund, Land und EU. Statt teurer Neubauten zu priorisieren, verschieben wir Schwerpunkte auf die Instandhaltung bestehender Infrastruktur – Radwege reparieren, Ampeln modernisieren, Gehwege ebnen. Public-Private-Partnerships (PPP) machen Innovationen erschwinglich: Bei der Ladeinfrastruktur für E-Autos oder Fahrradparkhäusern kooperieren wir mit Unternehmen. Private Investoren bauen aus, die Stadt profitiert langfristig – günstiger, schneller und innovativer. Beispiel: Carsharing-Anbieter finanzieren Ladepunkte auf Parkplätzen, im Tausch gegen Nutzungsrechte. So sparen wir Steuergelder und es entstehen Jobs.

Sondervermögen für Straßensanierung – sofort handeln: Der Winter 2025/2026 hat Straßen, Fuß- und Radwege in einen desaströsen Zustand versetzt: Schlaglöcher, Risse und Gefahren für alle. Nicht abgerufene Haushaltsmittel sollen ausschließlich für die Sanierung maroder Strecken genutzt werden. Gleichzeitig verbessern wir die Kommunikation mit Bürgern: Eine klare Übersicht, wann welche Straße dran ist – online, per App und vor Ort. Nur Warnschilder aufzustellen, reicht nicht; Oldenburger müssen planen können. Transparenz schafft Vertrauen und verhindert Frust.

Korrekte Priorisierung schafft Akzeptanz: Wir handeln schrittweise und evidenzbasiert – nie rein ideologiegetrieben. Erst bauen wir attraktive Alternativen, dann evaluieren wir die Nutzung und passen an. Zum Beispiel sollen P+R-Stationen großzügig ausgebaut werden (mit Fahrradparkhäusern, E-Ladung und ÖPNV-Anbindung), bevor wir Innenstadtparkplätze umgestalten. Wenn mehr Oldenburger umsteigen, können wir flexibel reagieren – z. B. freigewordene Flächen grüner gestalten.