Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit
Die CDU in Oldenburg steht für eine realistische, wirtschaftlich machbare und innovationsgetriebene Nachhaltigkeit, die Oldenburg zukunftsfähig macht – ohne ideologische Übertreibungen. Wir setzen auf die Vorbildfunktion der Stadtverwaltung, die Stärkung lokaler Wirtschaft und Forschung sowie die konsequente Umsetzung bewährter Projekte. Überregulierende Vorgaben wie die Baumschutzsatzung werden abgebaut, um Bürgerinnen und Bürger zu entlasten, statt sie zu bevormunden.
Keine utopischen Ziele wie eine illusorische 100-prozentige Klimaneutralität der gesamten Stadt bis 2035: Stattdessen konzentrieren wir uns auf die von uns beeinflussbaren Bereiche – Klimaschutz, wo er machbar ist, Klimaanpassung für mehr Resilienz gegen Hitze und Hochwasser sowie Ressourceneffizienz durch smarte Digitalisierung und Innovation. So schaffen wir eine lebenswerte Stadt, die wirtschaftlich stark bleibt und ihre Bürger schützt.
Stadt in Vorbildfunktion
Die Stadtverwaltung als Vorbild für Ressourceneffizienz und Klimaschutz: Wir setzen auf eine effiziente Organisation mit einem klaren Fokus auf smarte Digitalisierung. Ziel ist es, Ressourcen zu schonen, Emissionen zu senken und Prozesse transparenter zu steuern.
Ein zentraler Baustein ist der konsequente Einsatz digitaler Umweltlösungen: Dazu gehören insbesondere Energieverbrauch-Tracking-Systeme in allen städtischen Gebäuden, die Echtzeit-Daten liefern und gezielte Optimierungen ermöglichen. So können unnötige Verbräuche erkannt und reduziert werden.
Auch im Alltag bieten digitale Lösungen konkrete Verbesserungen: Smarte öffentliche Mülleimer mit Füllstandsüberwachung können Überfüllungen vermeiden, die Sauberkeit im Stadtbild verbessern und bedarfsgerechte Leerungen ermöglichen.
So stärken wir die Vorbildrolle der Stadt: Durch klare Steuerung, transparente Daten und konkrete Verbesserungen statt zusätzlicher Bürokratie.
Konsequenten Ausbau der Elektromobilität in allen städtischen Flotten: Beispiele sind die VWG und der Abfallwirtschaftsbetrieb, wo bereits Erfolge mit E-Fahrzeugen und Wasserstofftechnologie vorliegen. Wasserstofftechnologie für Autos wird dabei jedoch stets kritisch hinterfragt. Sie ist derzeit teuer und wird anderweitig dringend für Industrie und Schwerlastverkehr benötigt. E-Mobilität bleibt daher die Priorität.
Neue Photovoltaik-Offensive der Stadt: Auf allen möglichen städtischen Liegenschaften errichten wir PV-Anlagen, etwa auf Parkplatzüberdachungen, Garagen und Dächern. Alternativ vermieten wir Flächen an Investoren, um Eigenstrom zu erzeugen und Kosten zu senken. So wird die Verwaltung zum Motor nachhaltiger Entwicklung – pragmatisch, wirtschaftlich und bürgernah. Förderungen für private PV-Anlagen erachten wir zukünftig für unnötig. Sie rentieren sich mittlerweile bei der aktuellen Marktlage auch ohne Subventionen.
Klimaschutzziele an nationale Rahmenbedingungen anpassen
Klimaschutz mit ehrlichen und machbaren Zielen: Wir stehen für ehrliche und machbare Klimaschutzziele, die sich an realistischen Zeitplänen und den nationalen Rahmenbedingungen orientieren. Insbesondere soll das derzeitige Ziel der Klimaneutralität bis 2035 überprüft und an die nationale Zielsetzung einer Klimaneutralität bis 2045 angeglichen werden.
Die bisherigen Zielsetzungen der Stadt gehen deutlich über die bundesweiten Vorgaben hinaus und erzeugen einen erheblichen Zeitdruck bei zentralen Transformationsprozessen in den Bereichen Energie, Gebäude und Verkehr. Eine stärkere Orientierung an den nationalen Rahmenbedingungen verbessert die Abstimmung mit Förderstrukturen sowie gesetzlichen Entwicklungen auf Bundes- und Landesebene und ermöglicht eine wirtschaftlich tragfähige Umsetzung. Klimaschutz muss ambitioniert sein, zugleich aber auch realistisch, finanzierbar und gesellschaftlich akzeptiert bleiben.
Oldenburger Wärmeplan als zentraler Baustein: Wir treiben die Umsetzung voran, unterstützen regelmäßige Dialogveranstaltungen mit Bürgern, Unternehmen und Experten und prüfen gemeinsam mit dem Energieversorger EWE ein Pilotprojekt zur Tiefengeothermie in Oldenburg. Gleichzeitig integrieren wir den Ausbau des Fernwärmenetzes in identifizierten Potentialgebieten, um eine effiziente und zuverlässige Wärmeversorgung für die Stadt zu gewährleisten. Die CDU bekennt sich außerdem klar zur Wärmepumpe als Heizung der Zukunft – sie ist innovativ, wirtschaftlich tragfähig und auch für Altbau-Sanierungen geeignet.
Praxisnahe Unterstützung beim Klimaschutz: Wir bauen bestehende Förderprogramme aus, wie unsere CDU-Initiative „Klimaschutz im Altbau“. Dafür wollen wir mindestens 2 Millionen Euro im Haushalt 2027 vorsehen. Landes- und Bundesmittel nutzen wir optimal, um maximale Wirkung zu erzielen. Allerdings streichen wir ineffiziente Subventionen: Reine Photovoltaik-Anlagen sind bereits ohne Förderung rentabel. Stattdessen priorisieren wir smarte Kombinationen wie PV plus Speicher und Wärmepumpe, die den größten Hebeleffekt für den Klimaschutz bieten und langfristig Kosten sparen.
Natürliche CO2-Speicher in unseren Mooren schützen: Unsere Moore sind wichtige CO2- Speicher. Um diese zu erhalten bzw. zu regenerieren, gilt es einen Ausgleich mit den bewirtschaftenden Landwirten und anderen Nutzungen zu finden. Ohne Ankauf von Flächen, oder Bodenordnungsverfahren (wie z.B. im Ammerland im Fintlandsmoor) durch die öffentliche Hand, wird dies nicht gehen. Diese Prüfung muss angeschoben werden.
Erneuerbare Energien und nachhaltige Wirtschaft
Die CDU in der Stadt Oldenburg fördert Erneuerbare Energien und eine nachhaltige Wirtschaft, die Innovationen nutzt, lokale Unternehmen stärkt und realistische Kompromisse zwischen Klimaschutz und Naturschutz eingeht.
Wir bauen Windkraft konsequent aus: Das gesamte 107-Hektar-Windeignungsgebiet Bornhorster Seen wollen wir voll ausschöpfen – weit über die bisherigen 13 Hektar mit vier Anlagen hinaus. Ein Repowering der bestehenden Anlagen soll geprüft werden. Genehmigungen knüpfen wir an innovative Beteiligungskonzepte, etwa mit EWE als regionalem Entwickler, um Bürgerbeteiligung und wirtschaftliche Vorteile zu sichern. Dabei finden wir einen ausgewogenen Kompromiss zwischen Klimaschutz und Umweltschutz im Landschaftsschutzgebiet (LSG) Rasteder Geestrand (OL-S 00049): Wir verkleinern das LSG gezielt um das Windeignungsgebiet und wandeln den verbleibenden Kernbereich in ein strengeres Naturschutzgebiet (NSG) um. So entstehen neue Erneuerbare-Energien- Kapazitäten, ohne den Schutz wertvoller Lebensräume zu vernachlässigen.
Forschung und Innovation als Motor für die nachhaltige Wirtschaft: Die CDU unterstützt Unternehmen und Gründer in Schlüsselbereichen wie Umwelttechnologie, Erneuerbaren Energien und Ressourcenschutz durch Beratung, Fördernetzwerke und bürokratische Entlastung. Wir fordern die Einrichtung eines regelmäßigen Zukunftskongresses „Übermorgenstadt“ in Oldenburg, der sich dem Thema Smart City widmet: Hier sollen Experten, Bürger und Firmen zusammenkommen, um praxisnahe Lösungen für Ressourceneffizienz, Digitalisierung und Klimawandel zu entwickeln. Dieser Kongress wird zum Leuchtturm für Oldenburg als Innovationsstandort machen und direkte Impulse für lokale Jobs und Wachstum setzen.
Klimaanpassung und Resilienz
Oldenburg resilient gegen den Klimawandel: Das funktioniert als „Schwammstadt“, die Wasser aufnimmt, Speicherflächen schafft und Extremwetter meistert, ohne die Bürger zu bevormunden. Dafür setzen wir konkrete Maßnahmen um: Wir fördern Dach- und Fassadenbegrünung durch Anreize für Hausbesitzer, erweitern temporäre Stadtgärten auf ungenutzten Flächen und treiben die Flächenentsiegelung voran, etwa bei Bushaltestellen, um mehr Boden für die Regenaufnahme freizugeben. Trinkwasserspender installieren wir in städtischen Gebäuden und Schulen, um unter anderem Plastikmüll zu reduzieren und Ressourcen zu schonen. Mit Aufklärungskampagnen werben wir für naturnahe Gärten und informieren über die schädlichen Wirkungen von Schottergärten bei zunehmender Hitze. Dringend notwendig sind der Ausbau von Regenrückhaltebecken und die Trennung von Mischwasserkanälen, um die Resilienz gegen Starkregen zu stärken: Diese Investitionen verhindern Überschwemmungen wirtschaftlich und schützen Eigentum.
Städtische Grünflächen ausbauen: Um Oldenburg zu einer grünen, lebenswerten Stadt weiterzuentwickeln, braucht es städtische Grünflächen. Den Masterplan Stadtgrün setzen wir konsequent um und schaffen mehr Klimaoasen wie den erweiterten Schlossgarten, die Abkühlung und Erholung bieten. In neuen Baugebieten schreiben wir Grünflächen und Bäume als Standard vor, damit Wohnen und Natur harmonieren. Die derzeit als Park genutzte Fläche beim ehemaligen Finanzamt wollen wir dauerhaft sichern, weiterentwickeln und zusätzlich begrünen, statt sie einer Bebauung zuzuführen. Zudem fördern wir Sport im Grünen mit mehr Anlagen für Joggen, Fitness und Ballsport in Parks, um Gesundheit und Gemeinschaft zu stärken.
Vom Hochwasser lernen: Aus den Lehren der Hochwasserereignisse 2024 ziehen wir Konsequenzen für einen robusten Hochwasserschutz: Wir gewährleisten professionelle Deichpflege, entwickeln präzisere Vorhersagemodelle und aktualisieren Überschwemmungspläne, damit Oldenburger frühzeitig gewarnt sind. Die Regulierung von Nutria- und Biberbeständen intensivieren wir, um Deichschäden zu vermeiden und natürliche Barrieren zu erhalten. Diese Maßnahmen sind kosteneffizient, praxisnah und bauen auf bewährten Strukturen auf – so wird Oldenburg zukunftssicher, ohne unnötige Belastungen für Steuerzahler.
Ausweisung weiterer Naturschutzgebiete prüfen: Um den ökologischen Ausgleich zu sichern, wollen wir ergänzend zum Gebiet im Rasteder Geestrand im LSG „Klostermark / Blankenburger Holz (OL-S 00053)“ die Umwandlung sensibler Teile in Naturschutzgebiete prüfen. Zudem muss die Stadt das Naturschutzgebiet Bahndammgelände Krusenbusch (NSG WE 00230) dringend pflegen, um Verbuschung zu verhindern und die Qualität des Biotops als Insektenlebensraum zu erhalten.
Abbau von Überregulierungen
Regeln nur, wo es sie wirklich braucht: Die CDU in der Stadt Oldenburg kämpft konsequent gegen übermäßige Regulierungen, die Bürger bevormunden, Bürokratie aufblähen und wirtschaftliche Freiheit einschränken. Wir wollen Oldenburg entbürokratisieren, damit sich Unternehmen, Gärtner und Hausbesitzer auf das Wesentliche konzentrieren können: Nachhaltigkeit, die machbar ist und Spaß macht. Stattdessen für mehr Pragmatismus, Transparenz und Entlastung – das ist unsere klare Linie im Grün- und Ernährungsbereich.
Selbstbestimmt und gut essen: Zunächst prüfen und überarbeiten wir die Oldenburger Ernährungsstrategie gründlich, um ihre Umsetzung zu verbessern, ohne neue Zwangsjacken zu schaffen. Der Fokus liegt auf regionalen Produkten, die Landwirte im Oldenburger Land und die lokale Wirtschaft stärken. Dafür streichen wir den Biozwang, da er oft teurer und weniger flexibel ist, ohne den Klimanutzen zu garantieren. Wir lösen unnötige Doppelstrukturen wie den Ernährungsrat auf, der Ressourcen bindet, ohne messbare Erfolge zu liefern. Stattdessen setzen wir auf einfache, dialogbasierte Ansätze: Förderung lokaler Hofläden, Schulkooperationen mit regionalen Erzeugern und Aufklärung zu saisonalem Essen. So entlasten wir Verbraucher von Vorschriften, stärken die regionale Wirtschaft und sorgen für frische, bezahlbare Lebensmittel.
Baumschutz mit Augenmaß und Verantwortung: Oldenburg ist eine grüne Stadt mit vielen Bäumen. Das wollen wir erhalten und ausbauen. Die 2025 in Kraft getretene Baumschutzsatzung ist dafür das falsche Instrument, denn sie erhöht nicht die Akzeptanz der privaten Gartenbesitzer mit Bäumen, sondern bevormundet sie. Die Kostenpflicht von 1500€ je Ersatzbaum, der nicht auf eigenem Grundstück gepflanzt werden kann, drangsaliert die Bürger, wenn sie als Ersatz gleich mehrere Bäume auszugleichen haben. Viele überfordert dies. Die meisten Bäume werden ohnehin von der Stadt gefällt. Wir setzten auf eine Baumschutzstrategie mit viel Aufklärung und Förderprogrammen zur Unterstützung der Baumbesitzer. Einen weiteren bürokratischen Aufwand im Rahmen der Baumschutzsatzung brauchen wir nicht.
Weitere Maßnahmen für Umwelt- und Lebensqualität
Bessere Luftqualität und Lärmminderung: Der Verkehr spielt hierbei eine zentrale Rolle. Wir treiben den Umstieg auf Elektrobusse im ÖPNV voran, erweitern die Flotte schrittweise und bauen die Ladeinfrastruktur an Depots und Knotenpunkten aus. Die Finanzierung erfolgt durch Einsparungen bei Treibstoff und Wartung. Dadurch sinken Feinstaub- und Stickoxidemissionen in stark belasteten Bereichen wie der Innenstadt und dem Bahnhofsumfeld nachweislich, und die Bürgerinnen und Bürger profitieren von besserer Luftqualität.
Parallel setzen wir uns für einen verbesserten Lärmschutz an Autobahnen ein. An der A28 und A29 sollen innovative Schallschutzwände mit integrierter Photovoltaik geprüft werden, die Lärm reduzieren und gleichzeitig Strom erzeugen. Ergänzend setzen wir auf pflanzliche Barrieren mit einheimischen Sträuchern. Regelmäßige Messungen und Bürgerbefragungen sorgen für Transparenz und stellen sicher, dass Maßnahmen gezielt dort umgesetzt werden, wo sie am dringendsten benötigt werden. Ziel ist eine wirksame Verbesserung ohne überflüssige Großprojekte und ohne unnötige Belastung der öffentlichen Haushalte.
Für klaren Sternenhimmel bei Nacht: Wir gehen gezielt gegen Lichtverschmutzung vor, die Insekten, Vögel und den Sternenhimmel beeinträchtigt. Städtische Straßenlaternen stellen wir weiterhin auf insektenfreundliche Leuchtmittel um. Diese sind warmweiß, nach oben abgeschirmt und ermöglichen eine bedarfsgerechte Dimmung. Dadurch werden Energie eingespart und die Biodiversität gestärkt, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen.
Auch eine teilweise Abschaltung der Beleuchtung ab 23 Uhr prüfen wir für weitere Bereiche der Stadt. Dabei muss das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger jederzeit gewährleistet bleiben, insbesondere in Wohngebieten, auf wenig frequentierten Fußwegen und auf öffentlichen Plätzen. Ergänzend soll geprüft werden, ob einzelne Straßenzüge durch das Abschalten jeder zweiten oder dritten Laterne energieeffizient beleuchtet werden können.